Sportabzeichen

Sommerzeit bedeutet beim MTV auch gleichzeitig Sportabzeichen-Zeit. Die Sportgeräte liegen bereit und mit Elan nehmen die MTV Mitglieder die Übungen in Angriff. Innerhalb von 4 vorgegebenen Kategorien, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination, können sich die Sportler für bestimmte Disziplinen entscheiden. Je nach Leistung kann man sein Abzeichen in Bronze, Silber und Gold abschließen. Diese Art der Unterteilung spornt die Teilnehmer immer wieder zu „Höchstleistungen“ an. Denn das Sportabzeichen in Gold ist schon anerkennenswert!

Die Verleihung am Jahresende im MTV Sportzentrum statt. Fast 100 Teilnehmer, Erwachsene und Kinder können dann die Urkunden des Deutschen Olympischen Sportbundes ( DOSB ) entgegen nehmen. Familiensportabzeichen, bei denen alle Mitglieder einer Familie teilnehmen, werden gesondert ausgezeichnet. Auch komplette Mannschaften, Fußball-Jugend, etc., können Ihr Sportabzeichen in Form eine einer Trainingseinheiten absolvieren.

Egal, ob die Teilnehmer zum ersten oder zigsten Mal dabei sind: Annelore Schmidt, Leiterin der Abteilung, überreicht jedem Einzelnen persönlich Urkunde und Nadel. Die Neulinge, die zum ersten Mal dabei sind, werden motiviert, dabei zu bleiben. Gleichzeitig werden immer nützliche Tipps mit auf den Weg gegeben. Besonders bei den Koordinationsübungen ( Weitsprung, Schleuderball, Seilspringen ) muss immer viel trainiert werden, um die Vorgaben zu erfüllen.

Weiterhin zum Sportabzeichen Team gehören zur Zeit: Irmtraud Redetzke, Eva und Lothar Zboron für Messen, Stoppen, Harken, etc.

 

Sportabzeichen für Jedermann !!!
 

Deutsches Sportabzeichen-quo vadis?

Die Bekanntheitswerte des Deutschen Sportabzeichens erreichen die von Angela Merkel, Franz Beckenbauer und Boris Becker. Mehr als 90 Prozent kennen das Leistungsabzeichen des deutschen Sports und mehr als 31 Millionen Abnahmen und Wiederholungen hat es seit seiner Einführung gegeben.

Die Begründung des Deutschen Sportabzeichens erfolgte vor 99 Jahren und sollte die Menschen zum regelmäßigen Sporttreiben animieren. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Katalog der Sportarten und Bedingungen vielfach angepasst und erweitert worden. Das Grundprinzip des Deutschen Sportabzeichens ist jedoch unverändert geblieben: der Nachweis vielfältiger sportlicher Leistungsfähigkeit mit Kraft-, Schnelligkeits- und Ausdauerübungen sowie dem Nachweis der Schwimmfähigkeit.

In Niedersachsen erfährt das Deutsche Sportabzeichen seit Jahrzehnten eine besondere Wertschätzung. Der ehemalige LSB-Vorsitzende Albert Lepa hat es gerade zu missionarisch in die Sportorganisation hineingetragen und große Erfolge bewirkt. Seit vielen Jahren steht Niedersachsen in der DOSB-Sportabzeichen-Statistik auf Platz 1. Mit Regelmäßigkeit finden jährlich über 130.000 Abnahmen und Wiederholungen statt.

Wenn das Deutsche Sportabzeichen im kommenden Jahr 100 Jahre alt wird, wird es eine grundlegende Reform und neue Bedingungen geben. Hierüber hat es im deutschen Sport in den vergangenen Jahren eine lebhafte Debatte gegeben. Der Grundgedanke des Deutschen Sportabzeichens bleibt dabei auch nach dem Jubiläumsjahr 2013 erhalten. Sinnvolle Neuerungen kommen jedoch hinzu, über die der LSB ab Sommer/Herbst intensiv informieren wird.

Als vor 20 Jahren der damalige Deutsche Sportbund kosmetische Veränderungen beim Deutschen Sportabzeichen vornahm, prognostizierten Kritiker das Ende des Breitensportordens. Genau das Gegenteil trat ein! Das einzige staatlich anerkannte Ehrenzeichen des Sports hat seine Modernität bewiesen ohne historische Wurzeln zu kappen. Darin liegen der besondere Erfolg und die hohe öffentliche Reputation. Das goldene Sportabzeichen am Rockaufschlag ehrt die Absolventinnen und die Absolventen. Für Sportvereine ist das Leistungsabzeichen des Breitensports eine hervorragende Möglichkeit, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in allen Altersgruppen anzusprechen und mit ihnen positiv in Kontakt zu treten. Das Deutsche Sportabzeichen wird seinen Weg erfolgreich fortsetzen, im 99. Jahr seines Bestehens, im 100. und weit darüber hinaus.

 

Reinhard Rawe, Direktor des LSB